LaTeX: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Physik
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(Wo LaTeX noch vorkommt)
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<math>
 
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f(n) = \begin{cases} n/2, & \mbox{if} n \mbox{is even} \\ 3n+1, & \mbox{if} n \mbox{is odd} \end{cases}
+
f(n) = \begin{cases} n/2, & \mbox{if} \; n ;\mbox{is even} \\ 3n+1, & \mbox{if} n \mbox{is odd} \end{cases}
 
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Version vom 24. Oktober 2005, 07:53 Uhr

Einstieg

LaTeX ist ein Textsatzsystem. Bei LaTeX schreibt man den Quellcode in reinem Text (ähnlich einer Programmiersprache) in einem beliebigen Editor und lässt diesen Text dann durch das Programm latex kompilieren. Das Ergebnis ist eine DVI-Datei (Device Independent = Geräte unabhängig), die dann in weitere, gängige Formate wie zum Beispiel Postscript und PDF konvertiert werden kann.

Besonders zum schreiben von Protokollen und wissenschaftlichen Texten mit vielen Formeln ist LaTeX sehr gut geeignet. Die meisten Scripte der TU-Graz sind mit LaTeX geschrieben. Um sich mit Latex zurechtzufinden braucht man ungefähr einen halben Tag. Dieser Aufwand dürfte es aber wert sein.

Ein LaTeX Beispiel

Editoren

Als Editor sollte entweder Emacs oder die Entwicklungsumgebung Kile verwendet werden. Kile bietet viele Erleichterungen (vor allem der Einstieg wird wesentlich erleichtert). So ist das Einfügen von Pfeilen, mathematischen Symbolen und Ähnlichem mit Hilfe von Icons möglich. Weiters kann der Sourcecode mit Hilfe von Knöpfen in der Toolbar kompiliert und betrachtet werden.

LaTeX kompilieren, konvertiern, ansehen, drucken

Kompilieren

Mit

$ latex <dokument.tex>

wird eine Datei dokument.dvi erzeugt. Der Befehl

$ pdflatex <dokument.tex>

erzeugt eine pdf-Datei.

Konvertieren

Um eine dvi-Datei in ein PDF oder ein PS umzuwandeln:

$ dvipdf <dokument.dvi>

oder

$ dvips <dokument.dvi>

Ansehen

DVIs öffnet man mit dem Befehl

$ xdvi <dokument.dvi>.

PDFs werden wie gewohnt mit

$ acroread <dokument.pdf>

und ps-Dateien mit

$ gv <dokument.ps>

geöffnet.

Drucken

Um kompilierte Dateien zu drucken, sind sie entweder in ein PS oder PDF zu verwandeln. DVIs können nicht direkt gedruckt werden. Wie ps- und pdf-Dateien gedruckt werden können, ist auf der Seite Drucken zu finden.

Bilder in LaTeX Dokumente einbinden

Bilder einzubinden kann etwas umständlich sein, da LaTeX nur mit Grafiken im eps (Encapsulated Postscript) oder ps Format etwas anfangen kann. Mit dem Kommandozeilen Befehl jpeg2ps lassen sich jpeg Grafiken in ps Grafiken umwandeln. Mit gif2tiff und dann tiff2ps geht das auch mit gif Grafiken. Alternativ gibt es auch das Programm convert

 $ convert bildname.jpg bildname.eps

oder

 $ convert bildname.gif bildname.eps

convert beherrscht extrem viele bildformate und hat viele optionen wie Bildskalierung und Drehung. Weitere Inforamtionen git es auf [http://www.imagemagick.com/www/convert.html#usage ImageMagick->convert] und bei man convert

Im Computerraum Physik und am Institut steht eine Skript LaTeX-pictures zur Verfügung, das mit Bildern in den Formaten EPS, JPG und PNG umgehen kann. Die Bilder werden jeweils so konvertiert, daß sowohl LaTeX, pdfLaTeX und latex2html damit sinnvoll arbeiten können. Details dazu stehen in userem Beispieldokument zum Projekt "Multimediale Lehre" unter http://itp.tugraz.at/MML/beispiel/beispiel/ im Abschnitt "Verwenden von Bildern".

Präsentationen mit LaTeX

Um Bildschirmpräsentationen zu erstellen, eignen sich folgende Pakete:

Wo LaTeX noch vorkommt

Die Latex-Bibliotheken werden von vielen Systemen unterstützt. Auch von dieser Wikipedia site!



f(n) = \begin{cases} n/2, & \mbox{if} \; n ;\mbox{is even} \\ 3n+1, & \mbox{if} n \mbox{is odd} \end{cases}

Und so sieht dieser Artikel-code aus:


<math>
f(n) = \begin{cases} n/2, & \mbox{if} n \mbox{is even} \\ 3n+1, & \mbox{if} n \mbox{is odd} \end{cases}
</math>

Mehr über LaTeX in wikipedia: [http://meta.wikimedia.org/wiki/Help:Formula Help:Formula]

Auch Matlab unterstützt teilweise die Mathematischen Umgebungen von Latex. Etwa bei den Beschriftungen der Plots.

Manuals

Online Manuals

Online-Katalog aller Pakete und Tools: Latex-Katalog

Eine kurze Einführung: LaTeX2e-Kurzbeschreibung

Eine kurze Einführung hat Daniel Tscharnuter geschrieben: LaTeX-Einführung

Sehr zu empfehlen ist auch LaTeX@TUG hier gibt es eine ausführlichere Anleitung mit Latex Vorlagen.

Von der Institutssite: LaTeX im Computerraum

Mathematik-Einführung für LaTeX: Mathematik mit LaTeX (pdf)

Lokale Manuals

  • /usr/share/doc/texmf/help/Catalogue/catalogue.html

(Hier sind fast alle Packages aufgelistet, mit Links zu den einzelnen Dokumentationen; ACHTUNG: Die online-Version dieses Kataloges ist aufgrund seiner Aktualität zu bevorzugen) Weitere manuals:

  • /usr/share/doc/texmf/index.html
  • /usr/share/doc/texmf/latex/latex2e-html/index.html

Links


Problemlösungen, Tipps

Lebenslauf mit europecv

Die europäische Kommission hat kürzlich Richtlinien für Lebensläufe herausgegeben, stellt jedoch nur Word-Vorlagen zur Verfügung. europecv ist eine nicht-offizielle LaTeX-Klasse, mit der man einen europäischen "Normlebenslauf" ähnlich wie mit den Klassen cv, currvita, usw. erstellen kann.

Das Paket und Dokumentation findet man z.B. hier
Für Windows-User ist das Paket in der aktuellen MikTex-Version enthalten.

Falls es jemanden stört, dass der Lebenslauf mit "Europäisches Lebenslauf-Muster" betitelt ist, so lässt sich das am Begin des Files ecvLA.def ändern, wobei LA für die Sprachkennung (zwei Kleinbuchstaben) steht.

Präsentation mit der Dokumentklasse beamer

Mit beamer lassen sich schnell und einfach sehr ansprechende Präsentationen generieren. Der (Minimal-)Ablauf ist folgender:

  • Dokumentklasse beamer verwenden
  • Eines der zahlreichen vorgefertigten Layouts auswählen
  • Farbschema auswählen
  • Folien erstellen (mit \frame{...} )
  • Grobeiteilung innerhalb einer Folie mit Blöcken ( \begin{block} ... \end{block} )
  • Zeitliche Abfolgen innerhalb einer Folie (wie z.B. Elemente nacheinander einblenden) mit \pause

Eine Einteilung mit \section usw. ist möglich. Diese kann auch angezeigt werden, wobei das aktuelle Kapitel hervorgehoben wird.

Das Betrachten über DVI funktioniert nur bedingt, am Besten gleich pdf erzeugen und dieses anschauen.

Eine kurze Einführung samt Bildern von drei Layouts findet sich hier